Anleitung: Patchworkstern

Ihr braucht noch dringend ein Geschenk? Etwas Besonderes? Möglichst selbstgemacht?
Dann versucht es doch einmal mit einem Patchworkstern. In einer knappen Stunde hergestellt, ist er ein tolles, kleines Geschenk und wirkt auch als Einzelstück ganz wunderbar!

Zutaten: 12 Rauten aus verschiedenen Baumwollstoffen, ein ca. 22 cm langes Satinband, Füllwatte, Garn
Werkzeug:
eine Rautenschablone mit ca. 6 cm Kantenlänge, Stoffschere oder auch Rollschneider und Schneidematte, Stecknadeln, Nähmaschine, Bleistift, Holzstäbchen, Nähnadeln



Stoffe:
Bei der Wahl der Stoffe seid ihr völlig frei. Ihr müsst keine neuen Stoffe kaufen, sondern könnt ausrangierte Hemden, Kissenbezüge oder Geschirrtücher verwenden. Hier ein kleiner Tipp: Baumwollstoffe sind am leichtesten zu verarbeiten. Schön ist immer eine Kombination von größeren und kleineren Mustern oder auch mal einem Uni-Stoff. Ich nähe meine Sterne meist aus drei verschiedenen Stoffen und mit kontrastierenden Farben. Hier folgt ihr am besten euren eigenen Vorlieben.

Mit der Schablone 12 Rauten vorzeichnen und ausschneiden. Schneller geht das Ausschneiden über mehrere Lagen Stoff auf der Schneidematte mit dem Rollschneider. Dieses Zubehör haben in der Regel aber nur Patchworkerinnen.

Nun beginnt ihr die Rauten zusammenzusetzen. Dafür legt ihr zwei Rauten rechts auf rechts aufeinander und steppt knappkantig an einer Seite entlang. Ich mache an den Enden immer einen Rückstich, dann gehen die Nähte später beim Füllen des Stern nicht wieder auf. Die beiden Rauten auseinanderklappen und die Naht mit dem Daumennagel glätten.

Die dritte Raute legt ihr ebenfalls rechts auf rechts auf die mittlere Raute und steppt an der gegenüberliegenden Kante entlang. Im Bild oben seht ihr, wie ihr die Mitte sauber näht. Die Rauten auseinanderfalten und glattstreichen.

Nun näht ihr das zweite Teil des Stern. Achtet darauf, dass ihr die Rauten in der gleichen Reihenfolge aneinandersetzt wie beim ersten Teil, damit sich später beim beim Zusammensetzen die Rauten abwechseln. Ich legen mir dazu das erste Stück als Gedankenstütze direkt neben die Nähmaschine.

Jetzt werden die beiden Teile zusammengesetzt. Dazu beide Hälften rechts auf rechts legen, mit Stecknadeln fixieren und entlang der mittleren Kante zusammensteppen. Die beiden Teile auseinanderfalten und die Naht glätten. Fertig ist die Voderseite des Sterns. Für die Rückseite die oben beschriebenen Schritte wiederholen.

Nun Vorder- und Rückseite rechts auf rechts legen und mit Stecknadeln fixieren. Zwischen zwei nebeineinanderliegenden Sternspitzen eine Öffnung zum Wenden markieren. An der rechten Markierung beginnend an den Kanten entlang bis zur linken Markierung steppen. Dabei an den Wendepunkten die Nadel absenken und den Stoff um die Nadel herum in die neue Nährichtung drehen. Zu Beginn und am Ende die Naht mit mehreren Rückstichen sichern.

Die Spitzen knapp an der Naht mit einer Schere abschneiden, dann lässt sich die Spitze nach dem Wenden leichter ausformen. Nun durch die Öffnung den Stern wenden und mit einem Holzstäbchen die Spitzen vollständig nach aussen schieben. Am besten den Stoff ganz sanft nach außen drücken, denn an den Spitzen reißen die Nähte gern auf.

Nun den Stern mit Füllwatte ausstopfen. Ihr könnt dazu die Füllwatte verwenden, die es im Bastelbedarf zu kaufen gibt. Ich finde sie aber viel zu teuer und verwende als Füllmaterial gerne die Polyesterfüllung von Kopf- oder Sofakissen, die nicht mehr gebraucht werden.

Wenn der Stern schön prall gefüllt ist, näht ihr mit kleinen Überwendlingstichen die Öffnung mit der Hand zu. Dabei fasst ihr auch das Satinband, das als Aufhänger dient, direkt an der mittleren Naht mit ein. Anschließend einen doppelten Faden in die Nadel fädeln und doppelt verknoten. Damit zwei oder drei Mal durch die Mitte des Sterns stechen, festziehen und die Fadenenden fest verknoten. Dadurch zieht sich die Mitte nach innen und verleiht dem Stern zusätzlich Struktur.

Und jetzt: schnell verschenken, bevor ihr ihn nicht mehr weggeben wollt!
Nikki+++

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